leistungen und preise

René Wehe

staatlich geprüfter Hufschmied

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Leistungen und Preise :

 

Die Barhufpflege:

 

Mir geht es bei der Hufbearbeitung nicht in erster Linie darum irgendwelchen Idealen, wie Bodenparallelität des Hufbeins oder 45 Grad Winkel des Hufrückens der Vordergliedmaßen zu erreichen und 50 Grad bei den Hinterhufen, sondern dem Pferd in eine sinnvolle physiologische Form zu verhelfen indem man Physik, Statik, Knochenbiomorphose, Hornwachstum, Hornkonsistenz und Belastung des Hufes miteinbezieht, natürlich gibt es auch hierbei Richtlinien.

Zudem soll der Huf kaum abrupt in seiner Stellung korrigiert werden, sondern die Möglichkeit erhalten, durch entsprechende Bearbeitung, sich eine bessere Stellung und Form zu erlaufen.

Anhand der zwei Bilder ist es kaum zu glauben, dass es sich hierbei um das gleiche Pferd, bzw. um den gleichen Huf handelt.

Der Kronrandzwang wurde aufgehoben  durch das Einsetzen einer gesunden Hufmechanik.

Die Risse konnten herauswachsen.

Die Barhufpflege sollte schonend auf die Physiologie und Bewegung des Pferdes abgestimmt sein.

Sie geht auch dem Beschlag voran und ist somit das Fundament eines guten Hufschutzes!

 

Fazit:

Barhuflaufen ist im Grunde das Einfachste und Natürlichste für viele Pferde,

jedoch nicht für alle.

Wann immer es möglich ist sollte man die natürlichen Mechanismen im Huf erhalten und fördern.

Wann immer es nötig ist sollte der Mensch diese Strukturen schützen.

 

30 Euro pro Pferd

 

Die Klebeschuhe:

 

Der Klebeschuh ist eine großartige Erfindung für Pferde, die mit dem Nageln Probleme haben, insbesondere für Rehepferde.

Er besteht aus einem Polyurethan-Kunststoffbeschlag und flexiblen Klebelaschen.

Vorteile:

  • Man kann ihn schonend, ohne Erschütterungen durch Hammerschläge anbringen.                 
  • Bei Pferden mit akutem Reheschub ein Segen!
  • Die Hufwand wird nicht perforiert.
  • Die Klebelaschen und der Beschlag sind flexibel. Sie lassen somit uneingeschränkt den Hufmechanismus zu.
  • Er ist rutschfest.
  • Bodenunebenheiten werden durch das weiche Material gut ausgeglichen.
  • Der Kleber hält Druck- und Zugbelastungen gut aus, z.B. Saugwirkung auf feuchtem Lehmboden.

Nachteile:

  • Er ist verhältnismäßig teuer.
  • Die Laschen und der Kleber lassen kaum Feuchtigkeit und Luft durch, d.h. es muss sehr sauber gearbeitet werden damit keine Keime eingeschlossen werden.
  • Die Verklebung ist anfällig gegenüber Scherkräften, d.h. nicht für alle Pferde geeignet, die viel geritten werden oder große Belastung auf die Hufe ausgeübt wird.
  • Bei längerem Gebrauch verschlechtert der Klebstoff die Qualität der Hornkapsel da er lösemittelhaltig und wasserundurchlässig ist.

 

Fazit:

Der Klebeschuh ist als Übergangslösung (zum Beschlag, zu barhuf oder während einer Krankheit) eine tolle Sache.

Als Hufschutz auf Dauer jedoch keine sinnvolle Lösung.

 

 

100 Euro für 2 Hufe

160 Euro für 4 Hufe

Der Kunststoffbeschlag:

 

Der Kunststoffbeschlag ist eine wunderbare Sache mit vielfältigem Einsatzgebiet.

Sie sehen auf dem Photo 2 Varianten.

Die Linke hat einen Eisenkern von 5mm Dicke und als weiches Obermaterial Kunststoff.

Die Rechte ist aus reinem Kunststoff, dafür ist das Grundmaterial etwas härter.

Vorteile:

  • Durch seine Elastizität kann sich der Huf trotz Nagelung darauf gut weiten.
  • Bodenunebenheiten werden durch das weiche Material gut ausgeglichen.
  • Er ist rutschhemmend.
  • Die Verletzungsgefahr für andere Pferde durch keilen ist gering.
  • Die Verletzungsgefahr für sich selbst durch streichen, Krontritt,... auch.
  • Er ist Gelenkschonend da das weiche Material Stöße auf hartem Boden absorbiert.
  • Seine Haltbarkeit ist gut.

Nachteile:

  • Er ist für Pferde, die ein flaches Gangbild haben und zum stolpern neigen nicht geeignet.
  • Der Rahmen für klassische orthopädische Maßnahmen ist geringer als beim Eisen.
  • Für Turnierpferde, die z.B. beim Springen manchmal Stollen brauchen, ist diese Beschlagsvariante gut zu überlegen.

 

Fazit:

Der Kunststoffbeschlag ist für viele Pferde ein guter dauerhafter Hufschutz.

Seine Anpassungsfähigkeit auf den unterschiedlichsten Böden und seine Haltbarkeit lassen Pferde weite Strecken in verschiedenem Terrain zurücklegen.

Der Verwendungszweck und das Gangbild des Pferdes müssen jedoch passend sein.

 

                                                               

 

70 Euro für 2 Hufe

110 Euro für 4 Hufe

Der Aluminiumbeschlag:

 

Der Aluminiumbeschlag zeichnet sich in erster Linie durch seine Leichtigkeit aus.

Er ist etwas weicher als das herkömmliche Eisen und hat demnach bessere stoßbrechende Eigenschaften. Jedoch ist die Aufprallintensität deutlich höher als bei Kunststoff oder Barhuf.

Vorteile: 

  • Er ist leicht.
  • Er ist weich und lässt sich gut bearbeiten.
  • Durch sein geringes Gewicht für Pferde mit dünnen Hufwänden geeignet.

Nachteile:

  • Auprallintensität auf hartem Boden deutlich höher als barhuf.
  • Auf ebenem hartem Untergrund, z.B. Asphalt, rutschig.

 

Fazit:

Der Aluminiumbeschlag ist dem Eisenbeschlag recht ähnlich.

Genießt jedoch seine eigenen Vorzüge als milde Variante des Klassikers.

 

65 Euro für 2 Hufe

100 Euro für 4 Hufe

Der Eisenbeschlag

 

Der Eisenbeschlag ist der Klassiker unter den Hufschutzen.

Er ist nach über 1000 jähriger Tradition mit leichten Abwandlungen erhalten geblieben.

Er ist der Liebling des Schmiedes, da er in der Bearbeitung mit dem Feuer vielfältige Formen annehmen kann und einem alten Handwerk entspricht.

Vorteile:

  • Man kann ihn jeder Hufform genau anpassen.
  • Durch erhitzen lässt sich das Eisen in jegliche gewünschte Form bringen.
  • Man kann jegliche Art des orthopädischen Beschlags daraus fertigen, z.B. Herzeisen, Eiereisen,...  .
  • Durch das Aufbrennen kann man erkennen, ob Eisen und Huf zu 100% plan zueineinder sind.
  • Das beschlagene Pferd hat beim Auffußen eine leichte Gleitphase. Pferden, die sonst zum Stolpern neigen kann dies Abhilfe schaffen.
  • Durch die Härte des Materials kann man Hufstellungen sehr gut korrigieren.
  • Jegliche Art von Stollen lassen sich für verschiedene Verwendugszwecke anbringen.

Nachteile:

  • Langes Aufbrennen verschlechtert durch schnellen Wasserentzug (Dampf) die Hornqualität.
  • Auf hartem Untergrund, z.B. Asphalt, rutschen beschlagene Pferde vermehrt.
  • Die Verletzungsgefahr, gegenüber anderen Pferden und dem Mensch, durch Tritte, ist aufgrund des harten Materials erhöht.
  • Die Verletzungsgefahr durch greifen, streiche, etc auch. Wenn auch nur sehr geringgradig bei richtiger Beschlagsausführung.

 

Fazit:

Aufgrund seiner vielfältigen Einsatzmöglichkeiten ist und bleibt der Eisenbeschlag der am häufigsten verwendete Hufschutz.

Geringe Materialkosten, vielfältige Beschlagsmöglichkeiten und die individuelle Anpassungsmöglichkeit an sämtliche Hufformen sind wichtige Argumente, die selbst in Zeiten moderner Materialien und schneller Entwicklung eine alte Tradition neu Beleben.

60 Euro für 2 Hufe

90 Euro für 4 Hufe

 

Geringe Änderungen der Preise sind durch erhöhten oder verminderten Aufwand möglich.  Z.B. lange Anfahrt.

Jedoch nur mit zuvoriger Absprache.